"Bitte, Herrin, erlauben Sie mir, mich zu befreien. Mein Freund wird mich in einer Viertelstunde zum Squash abholen."
Ich bin nahezu sprachlos, als ich dieses SMS gelesen habe. Eine derartige Respektlosigkeit habe ich schon lange nicht mehr von einem Mann erlebt, der sehr selbstbewusst behauptet, ein Sklave zu sein. Ein Sklave, der mir gehorchen und nicht etwa selbst bestimmen will, was geschieht.
Das macht mich nicht nur wütend, es enttäuscht mich auch. Unser SMS Chat hat nämlich sehr interessant und anregend begonnen. Mein Partner ist zwar Anfänger in Sachen Sklavenerziehung, aber dennoch war er sehr schnell bereit, mir in meine SM Fantasiewelt zu folgen, sich die Fußgelenke mit einem Schal zu fesseln, sich einige Minuten lang die Augen zu verbinden, sich dann auf den Rücken zu legen und eine kleine erotische Fantasie in Sachen SM Sexspiele zu entwickeln.
Diese Fantasie hat er mir bruchstückhaft geschildert; Peitschen, Streckbank, Klammern, Wachs und sogar Nadeln sind darin vorgekommen. Ich war sehr interessiert und auch erregt und überlegte gerade meine nächste Anweisung für ihn, die ihn wenigstens einen Hauch des Zaubers seiner Fantasie spüren lässt – und nun das. Er mag nicht mehr spielen, mein Sklave, gerade als ich meinen Spaß an ihm finde.
Unter diesen Umständen fällt meine Antwort ausgesprochen scharf aus.
"Wer hat den SMS Chat begonnen – ich oder du? Weshalb belästigst du mich, ohne genügend Zeit für eine Fernerziehung mitzubringen? Und was interessieren mich dein Freund oder dein Squash-Spiel? Du kannst es dir überlegen – entweder spielst du jetzt mit, und zwar nach meinen Regeln, oder du lässt. Dann möchte ich jedoch von dir nie wieder etwas hören oder lesen."
Ich habe mich richtig in Wut getippt, während dieses langen SMS. Normalerweise bevorzuge ich kurze Nachrichten im SMS Chat; schließlich bedeutet SMS ja auch Short Message, also Kurznachricht ... Aber meine Verärgerung über die Selbstsucht meines Sklaven verleiht meinen Fingern Flügel. |