"Es tut mir leid, aber ich muss gleich gehen", schreibt er mir.
Es ärgert mich, mit welcher Selbstverständlichkeit er sich das Recht herausnimmt, als Sklave unseren SMS Chat zu beenden.
Natürlich, die Arbeit geht immer vor; die Chaterziehung ist ein Vergnügen für die Freizeit. Dennoch ist es ja wohl allein die Domina, die bestimmt, wann und womit dieses Vergnügen sein Ende findet. Und wenn ein Sklave einmal nicht genügend Zeit dafür hat, ihr diesen Freiraum zu lassen, der ihr als Herrin nun einmal zusteht, dann sollte er den Chat gar nicht erst mit einem SMS beginnen.
Zumindest absolut mangelhafte Zeitplanung und Koordination kann ich diesem Sklaven vorwerfen, der mich vor etwa nur fünf Minuten per SMS so flehentlich darum gebeten hat, ihm meine strenge Erziehung zukommen zu lassen. Dieser kurze Zeitraum ist eine echte Beleidigung, eine demütigende Herabwürdigung für jede Domina, und erst recht für mich, die Darklady.
Dafür hat er eine Strafe verdient. Nicht dass ich als Herrin einen solchen Vorwand benötige, um eine Strafe zu verhängen.
Wahrscheinlich erwartet er, dass ich ihm jetzt noch schnell die Erlaubnis zum Wichsen erteile, und wenn er dann in einer Minute abgespritzt hat, legt er erleichtert das Handy beiseite und hat auf einmal völlig vergessen, dass er eigentlich ein Sklave ist. Mein Sklave, genauer gesagt.
Nein, so geht das nicht. Ich lasse mich schon als Frau nicht an der Nase herumführen, und als Domina erst recht nicht.
"Deine heutige Sklavenerziehung ist noch lange nicht beendet", melde ich ihm per SMS zurück, gespannt, wie er darauf wohl reagiert.
"Was befehlen Sie mir, Darklady?" fragt er in seinem nächsten SMS. "Soll ich das Geschäftsessen für Sie absagen?"
Immerhin, mein Sklave besitzt doch noch ausreichend devote Umgangsformen. Man muss sie nur manchmal regelrecht aus ihm herauskitzeln. Nein, natürlich muss er sein Geschäftsessen nicht extra für mich absagen; aber ich wüsste eine interessante Möglichkeit, es für ihn ein wenig schärfer zu würzen, als er sich das wohl vorgestellt hat ... |