Geschickt verwickele ich ihn in ein wenig erotischen Small Talk zum Abschluss unseres SM-Spiels. Er wird zunehmend nervöser; ich merke es. Seine Stimme strahlt eine große Unruhe aus. Kein Wunder – seine Frau sollte ihn nun keinesfalls als Sklave erleben und mitbekommen, dass er sich beim Herrinnen Telefonsex anonym das holt, was sie ihm weder geben kann, noch geben will.
Dazu wird es auch nicht kommen; er ist, auf meine Anweisung hin, bereits wieder vollständig angezogen, alle Spuren seiner Demütigung und seiner Folter sind beseitigt.
Aber ich liebe das Spiel mit der Gefahr; mit der Gefahr, entdeckt zu werden. Und ihn scheint es, bei aller Angst, ebenfalls zu reizen.
Eine Minute dauert es nun lediglich noch.
Ich weiß genau, es ist eine ziemliche Nervenprobe, die ich ihm gerade auferlege. Seine Stimme zittert vor Furcht, aber er ist zu sehr durch und durch Sklave, um mich, seine Herrin, um ein Ende des Telefonsex zu bitten. Schließlich obliegt es allein der Domina, ihn zu entlassen und den Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem dies der Fall sein wird.
"Für unsere nächste Telefonsex Session wirst du dir eine kleine erotische Szene ausdenken", befehle ich ihm nun, "in der du mich in meinem SM Studio besuchst. Wirst du das tun?"
"Ja, Herrin", erwidert er gepresst, gehetzt, angespannt. "Selbstverständlich. Ich danke Ihnen, Herrin, dass ich das tun darf."
Ein kleiner unwillkürlicher Laut am Ende dieses Satzes zeigt mir ebenso wie ein Blick auf die Uhr – es ist genau siebzehn Uhr. Wahrscheinlich hat er den Schlüssel seiner Frau im Schloss gehört.
Doch er ist so wohlerzogen, dass er es nicht wagt, mich mit einem eigenmächtigen Auflegen zu brüskieren. Ich lächle in mich hinein; ich bin stolz auf meinen Sklaven.
"Und jetzt leg schnell auf", flüstere ich – und höre nur noch ein promptes Klacken. Unter den gegebenen Umständen verzeihe ich es ihm sogar, dass er sich für diesen letzten Befehl nicht mehr bedankt hat. |